Flüsterpost
von Oliver RegelmannHeute mal was aus der Fehlersuche-/Debug-Ecke. Ein Kunde bekam plötzlich auf Mails mit größeren Anhängen diesen hübschen Non-Delivery-Report zurück:
Offenbar eine Fehlermeldung des empfangenden SMTP-Servers. Auch das Domino-Log sah entsprechend aus:
Klare Sache, die Mail wird von der Gegenstelle abgelehnt. Dort war auch ein kurzer Connect des Senders zu sehen. Kein Relay-Host vorhanden, der evtl. hätte dazwischenfunken können. Nur: Warum zur Hölle sollte unser eigener MX solche Mails ablehnen? Und wieso betraf das dann jede Empfänger-Adresse? Und warum steht in der Fehlermeldung der Hostname unseres sekundären MX?
Den entscheidenden Hinweis auf die Lösung brachte dann das Mitlesen der SMTP-Verbindung. Am sendenden Domino-Server kann man die mittels des ini-Parameters smtpclientdebug=1 komplett an der Konsole ausgeben. Das sieht dann z.B. so aus:
Das Dumme ist nur: mein Server gibt eigentlich zur Begrüßung folgendes aus:
Kleiner Unterschied, nicht wahr? Irgendwas funkte dort also dazwischen. Das "irgendwas" stellte sich dann als die Firewall-Appliance heraus, die den Traffic auf Port 25 abfängt und auf Viren checkt. Und eben wohl gerade ein kleines Konfigurations-Problem hatte. Natürlich war dort auch schon vorher nachgefragt worden, aber "wir haben nichts gemacht". Glaube ich sogar, Bugs passieren.
Und gegen einen Virenscan des Mailverkehrs ist sicherlich wenig einzuwenden. Aber das eingesetzte Tool sollte vielleicht nicht unbedingt so tun, als käme der Fehler von woanders.
Error transferring to mx.N-KOMM.DE; SMTP Protocol Returned a Permanent Error 552 Message size exceeds fixed maximum message size
Offenbar eine Fehlermeldung des empfangenden SMTP-Servers. Auch das Domino-Log sah entsprechend aus:
16.05.2006 15:35:06 Router: [00000005] Transferring mail to domain N-KOMM.DE (host mx.N-KOMM.DE [212.126.213.186]) via SMTP
16.05.2006 15:35:07 Router: No messages transferred to N-KOMM.DE (host mx.N-KOMM.DE) via SMTP
16.05.2006 15:35:07 Router: Error transferring message 003AA255 via SMTP to mx.N-KOMM.DE;mx1.toplink-plannet.DE
552 Message size exceeds fixed maximum message size
Klare Sache, die Mail wird von der Gegenstelle abgelehnt. Dort war auch ein kurzer Connect des Senders zu sehen. Kein Relay-Host vorhanden, der evtl. hätte dazwischenfunken können. Nur: Warum zur Hölle sollte unser eigener MX solche Mails ablehnen? Und wieso betraf das dann jede Empfänger-Adresse? Und warum steht in der Fehlermeldung der Hostname unseres sekundären MX?
Den entscheidenden Hinweis auf die Lösung brachte dann das Mitlesen der SMTP-Verbindung. Am sendenden Domino-Server kann man die mittels des ini-Parameters smtpclientdebug=1 komplett an der Konsole ausgeben. Das sieht dann z.B. so aus:
16.05.2006 15:35:06 [287039:00499:00005-0000000A] SMTPClient: ReceiveResponse: 220 mx.n-komm.de Service ready
Das Dumme ist nur: mein Server gibt eigentlich zur Begrüßung folgendes aus:
220 mx.n-komm.de ready at Tue, 16 May 2006 15:37:59 +0200
Kleiner Unterschied, nicht wahr? Irgendwas funkte dort also dazwischen. Das "irgendwas" stellte sich dann als die Firewall-Appliance heraus, die den Traffic auf Port 25 abfängt und auf Viren checkt. Und eben wohl gerade ein kleines Konfigurations-Problem hatte. Natürlich war dort auch schon vorher nachgefragt worden, aber "wir haben nichts gemacht". Glaube ich sogar, Bugs passieren.
Und gegen einen Virenscan des Mailverkehrs ist sicherlich wenig einzuwenden. Aber das eingesetzte Tool sollte vielleicht nicht unbedingt so tun, als käme der Fehler von woanders.
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